GLOSSAR

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
Die Behörde berät als Hauptforschungseinrichtung des Bundes die Bundesregierung in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und der menschengerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Die Aufgaben umfassen die Politikberatung, die Bereitstellung von Informationen und Handlungshilfen für die betriebliche Praxis, die Durchführung der dafür notwendigen praxisorientierten Forschung und Entwicklung sowie die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben. Dazu gehören die Beobachtung und Analyse der Arbeitssicherheit, der Gesundheitssituation und der Arbeitsbedingungen in den Unternehmen sowie der Gefährdungen für die Gesundheit der Beschäftigten, die sich aus der Belastung und Beanspruchung durch Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe, aus komplexen Arbeitsplatzeinflüssen oder Arbeitsabläufen ergibt.

Biozide (abgeleitet von bios griech. Leben und caedere lat. töten) sind im nicht-agrarischen Bereich eingesetzte Chemikalien oder Mikroorganismen zur Bekämpfung von Schädlingen (wie Ratten, Insekten, Pilze, Mikroben), also beispielsweise Desinfektionsmittel, Rattengifte oder Holzschutzmittel. Teilweise werden die Wirkstoffe in Bioziden auch als Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln (PSM) verwendet. Der Unterschied ist, dass Biozide die Gesundheit und die Produkte des Menschen schützen, während PSM Pflanzen (auch geerntete) schützen. Damit sind auch Art und Ort der Verwendung unterschiedlich (am Menschen bzw. in seinem Haus – auf dem Feld bzw. im Gewächshaus und Lager).
Biozidprodukte unterliegen in der Europäischen Union der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-Verordnung).

Die CAS-Nummer (auch CAS-Registrierungsnummer und CAS-Registernummer, engl. CAS Registry Number, CAS = Chemical Abstracts Service) ist ein internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe. Für jeden in der CAS-Datenbank registrierten chemischen Stoff (auch Biosequenzen, Legierungen, Polymere) existiert eine eindeutige CAS-Nummer. Allerdings ist bei Polymeren eine eindeutige Zuordnung in vielen Fällen nicht möglich, weil beispielsweise unterschiedliche Molmassen des Polymers trotzdem nur eine CAS-Nummer haben.

CAS-Nummern werden seit 1965 vom Chemical Abstracts Service, einer von der American Chemical Society verwalteten Institution vergeben.

Europäische Norm, die die Standardeinreibemethode zur hygienischen Händedesinfektion beschreibt.

Zur Norm

Verordnung über die Meldung von Biozidprodukten nach dem Chemikaliengesetz (ChemBiozidMeldeV).

Zum Biozid-Meldeverordnung bei der BAuA.

Zur nationalen Auskunftsstelle des Bundes für REACH, CLP und Biozide.

Zum Gesetzestext.

Europäische GHS Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, genannt CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging). Mit Inkrafttreten dieser Verordnung wurde europaweit ein neues System für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen eingeführt.

Ein wichtiger Teil der CLP-Verordnung ist die Gefahrenklasse der umweltgefährlichen, genauer gesagt der gewässergefährdenden Stoffe und Gemische. Daneben existiert auch eine Gefahrenklasse für ozonschichtschädigende Stoffe.

Das „Original DERMATEST®“ Siegel des dermatest Research Institute ist ein Garant für die Nachvollziehbarkeit von Prüfmethoden und auch für die Verbraucher- und Herstellersicherheit. Mit diesem Siegel ausgezeichnete Produkte halten das Versprechen der geprüften und bestätigten Qualität.

Die EC-Nummern (engl. Enzyme Commission numbers) bilden ein numerisches Klassifikationssystem für Enzyme. Jede EC-Nummer besteht aus vier durch Punkte voneinander getrennten Zahlen. Genaugenommen wird nicht das Enzym selbst, sondern die Reaktion, die es katalysiert, kategorisiert. So kann es vorkommen, dass nicht miteinander verwandte Enzyme, welche die gleiche Reaktion katalysieren, dieselbe EC-Nummer zugewiesen bekommen.

Zur European Chemicals Agency (ECHA).

Zur nationalen Auskunftsstelle des Bundes für REACH, CLP und Biozide.

Gefahrstoffe sind gefährliche Stoffe und Gemische (Mischungen aus mindestens zwei Stoffen), die zu physikalischen Gefahren, Gesundheits- oder Umweltgefahren führen können. So fallen unter physikalische Gefahren beispielsweise Brandbildung, Entzündung oder Explosion.

Gesundheits- und Umweltgefahren werden durch Eigenschaften der Stoffe/Gemische, die Häufigkeit der Belastung und/oder Aufnahmewegen bedingt. Um die Gefahren, die von einem Stoff/Gemisch ausgehen, erkennen zu können, werden Stoffe/Gemische der Verordnung (EG) Nr.1272/2008 ( siehe CLP-VO) entsprechend eingestuft und gekennzeichnet.

Biozid-Produkte werden nach ihrem Anwendungszweck in vier Hauptgruppen gemäß Anhang V der Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012 unterteilt (Desinfektionsmittel, Schutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel sowie sonstige Biozid-Produkte).

Die vier Hauptgebiete enthalten 22 Biozidproduktarten.

Eine ausführliche Liste aller Hauptgruppen und Produktarten finden Sie hier.

Institut für Biotechnische Forschung und Entwicklung

Die IBFE GmbH bietet mikrobiologische und chemischanalytische Untersuchungen in den Bereichen Pharmazie, Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, Kosmetika und Umwelt an. Das Institut testet auch biozide/biostatische Materialien und Beschichtungen sowie deren mikrobielle Besiedlung.

Natriumhypochlorit (NaClO) ist das Natriumsalz der Hypochlorigen Säure (HClO, veraltet auch „Unterchlorige Säure“). Es ist ein weißes Pulver, das im Normalfall sechs Mol Kristallwasser pro Mol Natriumhypochlorit enthält. Der Trivialname der wässrigen Lösung von Natriumhypochlorit ist Eau de Labarraque oder Eau de Javel, wobei die Bezeichnung Eau de Javel streng genommen nicht korrekt ist, denn dieses bezeichnet eine Lösung von Kaliumhypochlorit, unter Umständen in einer Mischung mit anderen Salzen wie Kaliumchlorid.

Biozid-Meldenummer beim BAuA (Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

Zum Bundesamt.

Verbund für Angewandte Hygiene e.V.

Die Arbeit der Desinfektionsmittel-Kommission des VAH ist ausschließlich den Zielen des öffentlichen Gesundheitsschutzes verpflichtet. Es soll sichergestellt werden, dass nur hygienisch-mikrobiologisch geprüfte Desinfektionsverfahren mit nachgewiesener Wirksamkeit zum Einsatz kommen. Die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bei der Anwendung, z.B. durch Verhinderung von Überdosierungen, sollen berücksichtigt werden.